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Hilfe für Start-ups: Bundesregierung stellt Maßnahmenpaket über zwei Milliarden Euro bereit

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02-04-2020

1. Angespannte finanzielle Situation vieler Start-up Unternehmen in der Covid-19 Krise

Die Covid-19-Krise stellt auch die Start-up-Szene vor ganz erhebliche finanzielle Herausforderungen. Junge Technologieunternehmen sind in besonderem Maße auf die Zufuhr von frischem Kapital angewiesen, um ihre neuen und innovativen Geschäftsmodelle zur Marktreife zu entwickeln und im Markt ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten. Laufende Finanzierungsrunden stehen nun häufig unter einem Fragezeichen, da Investoren zum Teil ihre Investitionszusagen überdenken, um ihrerseits nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben nun angekündigt, dass die Bundesregierung ein speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnittenes Hilfspaket in Höhe von zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Damit folgt Deutschland Frankreich, welches bereits ein vier Milliarden Euro Packet für Start-ups zugesagt hatte. Das Investitionspaket beinhaltet verschiedene Elemente der Wagniskapitalfinanzierung, da jungen innovativen Wachstumsunternehmen häufig klassische Kreditinstrumente nicht als Finanzierungsform zur Verfügung stehen. Neben den neuen Finanzierungsmöglichkeiten behalten Start-ups weiterhin Zugang zu allen klassischen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfsfonds.

2. Zielgruppe

Die geplanten Finanzierungsmöglichkeiten sollen neben Start-ups auch weiteren jungen Technologieunternehmen und kleineren Mittelständlern offen stehen. 

3. Überblick über die geplanten Maßnahmen

Die Bundesregierung plant die folgenden erweiterten Maßnahmen zur Wagniskapitalfinanzierung: Öffentlichen Wagniskapitalinvestoren auf Dachfonds- und auf Fondsebene (z.B. KfW Capital, Europäischer Investitionsfonds, High-Tech Gründerfonds, coparion) sollen kurzfristig zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen von Co-Investments zusammen mit privaten Investoren für Finanzierungsrunden von Start-ups eingesetzt werden können.

  • Die Dachfondsinvestoren KfW Capital und Europäischer Investitionsfonds (EIF) sollen perspektivisch mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen.
  • Für junge Start-ups ohne Wagniskapitalgeber im Gesellschafterkreis und kleine Mittelständler soll die Finanzierung mit Wagniskapital und eigenkapitalersetzenden Finanzierungsformen erleichtert werden.

4. Anpassungen beim Zukunftsfonds für Start-ups

Des Weiteren haben die Minister Altmaier und Scholz angekündigt, dass auch die Ausgestaltung des Zukunftsfonds für Start-ups überarbeitet werden soll, um Start-ups mittelfristig beim Weg aus der Krise zu unterstützen.