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Den gesamten Prozess kennen

  • Austria

    26-02-2012


    Es sei ein „Training on the Job, ,total-brutal`”, lacht Silva Palzer, Partnerin in der Sozietät Eversheds am Standort Wien. Jungen und angehenden Juristen wird ein Hands-on Programm angeboten, das wirkt. Viele bleiben.

    Klingt unfair, aber kaum eine andere Spezies junger Studierender wird derart hart umworben wie jene der Juristen. Methoden, um die jungen Talente ans Unternehmen zu binden, gibt es reichlich. Vom zweitätigen Heli-Ski-Ausflug am Arlberg bis hin zum Nobel-Retreat im Fünf-Sterne-Hotel. Ob diese Incentives allerdings reichen, um aufstrebende Junge zu einer gewissen Arbeitszufriedenheit hinzuführen, wird von vielen bezweifelt. Auch von Silva Palzer, Partnerin der Sozietät Eversheds in Wien.

    Dort geht man junge Juristen und auch deren Bindung ans Unternehmen anders an – vergleichsweise unspektakulär, wenngleich nicht weniger vielversprechend. „Es ist nicht so, dass wir viele Auftritte an Universitäten hätten oder viele Inserate schalten würden“, sagt Palzer, „vielmehr kommt unser Nachwuchs häufig über Mundpropaganda zu uns.“ Und das bereits während die jungen Juristen noch die Studienbänke drücken. „Wir lernen die Leute zu einem frühen Zeitpunkt kennen, merken gegenseitig schnell, ob wir zueinander passen“, so Palzer. Was gut sei, weil jene, die sich im Eversheds-Büro dann wohlfühlen, sich selbstredend schwerer tun, woanders anzuheuern, gibt sie unumwunden zu.

    Die Einbindung ins Unternehmen erfolgt direkt, sie lernen den Alltag in der Kanzlei kennen, indem sie überall mitlaufen können, Prozesse von A bis Z mitverfolgen und mitarbeiten dürfen. Es sei wichtig, einen derart umfassenden Eindruck der Tätigkeit zu vermitteln, ist Palzer überzeugt. Die Studierenden, die alle mit befristetem Vertrag arbeiten, machen regelmäßig Meetings mit, berichten selbst über Fortschritte in Projekten, besuchen interne Seminare zu Spezialthemen und auch Veranstaltungen und Seminare extern. „Wichtig an diesem Training on the Job ,total-brutal` ist, dass es keine kleinen Ausschnitte sind, mit denen die jungen Juristen sich beschäftigen, sondern dass sie den gesamten Prozess und den Arbeitsablauf in der Kanzlei mitbekommen. So macht auch ihre eigene Arbeit mehr Sinn, wenn sie die Zusammenhänge sehen, in denen sie stehen.“

    Insgesamt gibt es 47 Eversheds-Standorte in Europa, im Mittleren Osten, Asien und Afrika. In der Wiener Niederlassung seien aktuell 29 Mitarbeiter tätig, davon 15 Juristen und 6 Studierende, so Palzer, und sie lässt die jungen Juristen selbst sprechen, wie etwa Rechtsanwaltsanwärter Jakob Leinsmer: „Ich habe meine Tätigkeit bei Eversheds schon während meines Gerichtsjahres begonnen und konnte dabei bereits wertvolle juristischen Erfahrungen sammeln. Dies kommt mir bei meiner jetzigen Tätigkeit als Konzipient täglich zugute. Besonders angenehm war auch, dass ich ab dem ersten ,richtigen` Arbeitstag als Konzipient bereits alle Personen gut kannte und mit den Abläufen in der Kanzlei vertraut war.“

    Oder Christoph Seiler: „Bereits während meines Studiums und in weiterer Folge auch neben dem Gerichtsjahr konnte ich die Tätigkeit einer Rechtsanwaltskanzlei bei Eversheds umfassend kennenlernen. Neben der Arbeit an mit der Zeit immer anspruchsvolleren Causen lernte ich auch den Betrieb in der Kanzlei kennen. Durch meine dadurch erworbenen Kenntisse und Fähigkeiten fiel der Einstieg als Konzipient sehr leicht, und ich konnte von Anfang an effizient mitarbeiten.“

    Palzer selbst sei 2003 „ins Unternehmen gestolpert“, lacht sie. „Das passt hier gut für mich“, sagt sie. Und das sei auch bei den jungen Juristen, die bei Eversheds andocken wollen, eines der wichtigsten Kriterien. Man muss sich wohlfühlen, und: Mehr als gute Noten zählt, dass man sich auch im wahren Leben zurechtfinden kann, ist Palzer sicher.

    Der Standard

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