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Corona-Hilfsfonds für Unternehmen in Österreich

  • Austria

    07-04-2020

    Die österreichische Bundesregierung hat 15 Mrd. Euro für den Corona-Hilfsfonds zur Verfügung gestellt, um jene Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund der Corona-Krise mit massiven Umsatzrückgängen sowie Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben. Ziel des Hilfsfonds ist es, die wirtschaftlichen Schäden zu reduzieren und das Überleben von Unternehmen sicherzustellen.

    Die Unterstützung aus dem Corona-Hilfsfonds kann ab 8. April 2020 beantragt werden.

    Der Corona-Hilfsfonds verfügt über zwei Instrumente:

    Kreditgarantie der Republik

    Ein Instrument ist die Garantie der Republik zur Besicherung von Betriebsmittelkrediten. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um bis zu 5 Jahre verlängert werden.  Damit eine Garantie beantragt werden kann, müssen die folgenden Voraussetzungen vom beantragenden Unternehmen erfüllt werden:
    - die Geschäftstätigkeit muss in Österreich ausgeübt werden
    - der Liquiditätsbedarf muss in Österreich bestehen
    - eine Reduzierung der Boni an Vorstände um 50 %
    - es darf keine Dividendenzahlung in dem betroffenen Jahr erfolgen

    Die Garantie der Republik deckt 90% der Kreditsumme ab. Die Obergrenze dafür sind maximal 3 Monatsumsätze oder maximal 120 Mio. Euro. Diese kann nur in begründeten Ausnahmefällen erhöht werden.

    Es kommt ein Kreditzinssatz von höchstens 1% sowie Garantieentgelte zur Anwendung, die von der EU vorgeschrieben sind und je nach Größe des Unternehmens und Laufzeit der Garantie zwischen 0,25% und 2% betragen.

    Betriebskostenzuschüsse

    Das zweite Instrument ist der Zuschuss für jene Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 40% im Gesamtjahr in Folge der COVID-19 Krise erleiden. Dieser Zuschuss ist jener Teil, der von dem beantragten Kredit nicht mehr zurückbezahlt werden muss. Je nach Betroffenheit sind auch die Fixkosten und verdorbene Ware im Ausmaß von 25-75% zu ersetzen oder von dem aufgenommenen Betriebsmittelkredit nicht mehr rückzahlbar. In die Fixkosten fallen unter anderem Miete, Strom, Gas, Zinsaufwendungen sowie verderbliche und saisonale Waren, die wegen der Corona-Krise um zumindest 50% an Wert verloren haben. Bemessungsgrundlage sind die Fixkosten und Umsatzausfälle des Unternehmens zwischen 15. März 2020 und Ende der COVID-19-Maßnahmen.

    Die Anträge haben eine Darstellung der tatsächlich entstandenen Fixkosten und der tatsächlich eingetretenen Umsatzausfälle zu enthalten. Die Angaben sind vor Einreichung vom Steuerberater / Wirtschaftsprüfer zu prüfen und zu bestätigen. Der Fixkostenzuschuss kann ab 15. April 2020 bis 31.12.2020 beantragt werden. Zur Auszahlung kommt es nach Feststellung des Schadens, somit nach Ende des Wirtschaftsjahres und Einreichung der Bestätigung des Steuerberaters bzw. Wirtschaftsprüfers über den Umsatzrückgang und die ersatzfähigen Fixkosten. Der Fixkostenzuschuss ist pro Unternehmen mit maximal EUR 90 Mio. beschränkt und ist steuerfrei, reduziert aber die abzugsfähigen Aufwendungen im entsprechenden Umfang.

     

    Mag. Alexander Stolitzka
    alexander.stolitzka@eversheds-sutherland.at

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