Global menu

Our global pages

Close

Fixkostenzuschuss Phase II

  • Austria

    23-11-2020

    Zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit können Unternehmen, die von der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind, einen Fixkostenzuschuss beantragen. Unterstützt werden jene Unternehmen, die Umsatzausfälle in der Höhe von mindestens 30% zu verzeichnen haben.

    Für die Berechnung ist der Umsatzrückgang maßgeblich, wobei sich der Fixkostenzuschuss nach dem prozentualen Umsatzausfall richtet. Bei einem Ausfall von 30% des Umsatzes würden somit 30% der Fixkosten ersetzt werden. Ein Zuschuss kann für zehn Betrachtungszeiträume (Zeitraum 16.-30. September und jeweils Monate von Oktober 2020 bis Juni 2021 ist ein Betrachtungszeitraum) gewährt werden. Bei Unternehmen, die im letzten Jahr, welches veranlagt wurde, weniger als EUR 120.000 Umsatz hatten, gibt es die Möglichkeit eines pauschalen Fixkostenzuschusses in Höhe von 30%.

    Was sind die Voraussetzungen für einen Fixkostenzuschuss?

    Um einen Anspruch auf den Fixkostenzuschuss zu haben, muss das Unternehmen seinen Sitz oder seine Betriebsstätte in Österreich haben sowie eine wesentliche operative Tätigkeit in Österreich ausüben. Unternehmen in Liquidation sind nicht antragsberechtigt, da sie keine operative Tätigkeit mehr ausüben. Je Unternehmen ist der Zuschuss auf EUR 800.000 begrenzt und ist zu vermindern, sollten andere bestimmte Förderungen, beispielsweise die Kredithaftung im Ausmaß von 100%, genehmigt worden sein. Sollte das Unternehmen einen Umsatzersatz für den gesamten November erhalten haben, so kann es für diesen Betrachtungszeitraum keinen Fixkostenzuschuss erhalten. Sollte das Unternehmen jedoch nur für den halben November Umsatzersatz erhalten haben, so ist es auch hier möglich, den November als Betrachtungszeitraum für den Fixkostenzuschuss zu wählen, jedoch wird der Fixkostenzuschuss dann nur anteilig gewährt. Der Umsatzersatz sollte somit jedenfalls vor dem Fixkostenzuschuss Phase II beantragt werden. Der Mindestzuschuss beträgt EUR 500.

    Fixkosten sind Aufwendungen, die zwangsweise anfallen und nicht reduziert werden können. Zu ihnen zählen unter anderem die Geschäftsraummiete und Pacht, die Absetzung für Abnutzung, Leasingraten, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, betriebliche Versicherungsprämien, Zahlungen für Strom, Telekommunikation oder Gas sowie auch betriebliche Lizenzgebühren.

    Der Fixkostenzuschuss muss, vorausgesetzt die Angaben bei Antragstellung entsprechen der Wahrheit, nicht zurückgezahlt werden und ist auch nicht zu versteuern. Jedoch sind Unternehmen verpflichtet, die Fixkosten, soweit es ihnen zumutbar ist, zu reduzieren.

    Beantragt werden kann der Fixkostenzuschuss für Phase II über FinanzOnline zwischen 23. November 2020 und 31. Dezember 2021.

    Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses erfolgt in zwei Tranchen. Ab 23. November kann die erste Tranche, und ab 1. Juli 2021 die zweite Tranche beantragt werden. Von der ersten sind 80% des auszubezahlenden Betrags umfasst, bei der zweiten wird der restliche zustehende Betrag ausbezahlt.

    Mag. Alexander Stolitzka
    Partner
    alexander.stolitzka@eversheds-sutherland.at

     

     

    This information is for guidance purposes only and should not be regarded as a substitute for taking legal advice. Please refer to the full terms and conditions on our website.

    < Go back