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Lockdown-Umsatzersatz

  • Austria

    23-11-2020

    Unzählige österreichische Unternehmen sind von den Maßnahmen, welche der Eindämmung des Coronavirus dienen, direkt betroffen. Um diese Unternehmen in der Krise zu unterstützen, wurden diverse staatliche Fördermittel geschaffen, dazu zählt auch der Umsatzersatz. Ziel des Umsatzersatzes ist es, Unternehmen wirtschaftlich zu entlasten, Liquiditätsengpässe zu überbrücken und Arbeitsplätze zu sichern.

     

    Welchen Unternehmen steht der Umsatzersatz zu?

    Der Umsatzersatz steht nur jenen Unternehmen zu, die aufgrund der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung und der COVID-19 Notmaßnahmenverordnung zwischen 3. bzw. 16. November und 6. Dezember 2020 ihren Betrieb schließen müssen.

     

    Weitere Voraussetzungen für einen Umsatzersatz

    Das Unternehmen muss

    -          seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben und seine operative Tätigkeit in Österreich ausüben.

    -          Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb erzielen oder es muss die Steuerbefreiung für gemeinnützige Körperschaften anwendbar sein,

    -          und bereits vor dem 1. November 2020 Umsätze erzielt haben.

     

    Die Höhe des Umsatzersatzes

    Jene Unternehmen wie beispielsweise Hotels und Gastronomie oder körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseure), die vom Lockdown ab Anfang November betroffen waren, erhalten 80 % des Umsatzes des vergleichbaren Vorjahresumsatzes refundiert. Einzelhandelsunternehmen erhalten eine Vergütung   zwischen 20% - 60% des Vorjahresumsatzes – je nach Branche. Der Ersatz ist jedoch auf einen Höchstbetrag von EUR 800.000 pro Unternehmen beschränkt. Der Mindestersatz beträgt EUR 2.300.

    Für Unternehmen, die im Jahr 2020 vor dem 1. November neu gegründet wurden, wird der Umsatzersatz auf Basis des Durchschnitts der Umsatzsteuervoranmeldungen berechnet. Bei Vorliegen der Voraussetzungen beträgt der Mindestersatz ebenso EUR 2.300

    Sowohl der Höchstbetrag als auch die Mindesthöhe werden um COVID-19-Zuwendungen von Bundesländern, Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds, Kredithaftungen im Ausmaß von 100 Prozent, die noch nicht zurückbezahlt wurden sowie bestimmte COVID-19-Zuschüsse aus dem Non-Profit-Organisationen Unterstützungsfonds reduziert. Zahlungen aus dem Härtefallfonds, aus dem Fixkostenzuschuss der Phase I oder aus der Kurzarbeit sind nicht anzurechnen.

    Die Beantragung des Umsatzersatzes ist seit 6. November 2020 über FinanzOnline möglich und muss bis 15. Dezember 2020 vorgenommen werden. Auch Unternehmen, deren Umsätze nur teilweise ausfallen, erhalten Umsatzersatz. Dieser wird durch die Tatsache, dass es nur zum Teil zu Ausfällen kam, nicht reduziert. Bietet ein Gastronomiebetrieb beispielsweise einen Lieferservice an, so ist das kein Grund, dass der Betrieb nicht auch den vollen Umsatzersatz erhält.

    Um den Umsatzersatz zu erlangen, darf gegenüber Arbeitnehmern in jenem Zeitraum, in welchem das Unternehmen direkt von den Maßnahmen betroffen ist, jedoch keine Kündigung ausgesprochen werden, da eines der wichtigsten Ziele des Umsatzersatzes die Erhaltung von Arbeitsplätzen ist.

    Mag. Alexander Stolitzka
    Partner
    alexander.stolitzka@eversheds-sutherland.at

     

    This information is for guidance purposes only and should not be regarded as a substitute for taking legal advice. Please refer to the full terms and conditions on our website.

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