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Am Strand in der Grauzone

  • Austria

    22-08-2022

    Im österreichischen Recht gibt es keine eindeutige Grundlage. "Die ganze Geschichte ist ein rechtlicher Graubereich", sagt Karin Koller. Die Rechtsanwältin bei Eversheds Sutherland ist auf globale Mobilität spezialisiert. "Workation" oder "Remote Work" muss klar zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen vereinbart werden. Es gilt nicht als Homeoffice, sondern ist unter dem Begriff "mobilesArbeiten" meist in den Kollektivverträgen geregelt. Über Aufenthaltsrechte und Visa müsse man sich vor allem bei Aufenthalten außerhalb der EU informieren.

    Eine pauschale Regelung bezüglich Sozialversicherung für Tätigkeiten außerhalb der EU gibt es nicht. "Vorab sollte man sich überdas individuell geltende System informieren." Innerhalb der EU sind die Regeln klarer: Arbeitnehmer bleiben in Österreich sozialversichert,wenn sie mindestens 25 Prozent ihrer Tätigkeit im Inland verrichten.

    Wo Steuern gezahlt werden müssen, hängt das ebenfalls von der Dauer des Aufenthalts ab. Wer nicht länger als 183 Tage im Ausland bleibt, löst dort in der Regel keine Steuerpflicht aus. Bei längerer Tätigkeit wird das Steuergeld nach Arbeitstagen verteilt. Wichtig ist zu prüfen, ob mit dem jeweiligen Land ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. "Bei längerer Dauer muss man sich gut informieren. Ansonsten kann es passieren, dass man eine steuerliche Betriebsstätte gründet", warnt Koller.

    Arbeitsrechtlich gilt weiter heimisches Recht, sofern dies vereinbart wurde. Sieht das ausländische Recht aber günstigere Arbeitnehmer-Schutzregeln - etwa bei Mindestentgelt oder Höchstarbeitszeit - vor, kommen diese zur Anwendung. Dies sei allerdings "selten, weil Österreich einen hohen Standard diesbezüglich hat".

    Autorin: Iris Burtscher

    Salzburger Nachrichten

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