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Neue ESG-Studie von Eversheds Sutherland und KPMG: Unternehmen sehen sich gut aufgestellt, mit ihren Mitarbeitenden Nullemissionsziel zu erreichen

  • Germany

    12-11-2021

    Vorstände und Aufsichtsräte mit Experten für Klimawandel noch in der Minderheit – Fachexpertise am weitesten im Infrastruktursektor fortgeschritten – Aber: Unternehmen sind sich der Bedeutung der Belegschaft zur Erreichung der Klimaziele bewusst – Größte Hürden für die erfolgreiche Transformation sind erforderlicher Kulturwandel und Weiterqualifizierung der Belegschaft

    Führungskräfte internationaler Unternehmen sind zunehmend zuversichtlich, den Herausforderungen der Klimarisiken begegnen zu können. Wird jedoch der „Faktor Mensch“ auf dem Weg zur Klimaneutralität nicht berücksichtigt, könnten die Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels untergraben werden, so die neue Studie von Eversheds Sutherland und KPMG.

    Die Umfrage, deren Ergebnisse unter dem Titel „Climate Change & the People Factor“ veröffentlicht wurden, zeigt, dass das Bewusstsein für den Klimawandel weltweit in den Vorstandsetagen angekommen ist. Die erheblichen Auswirkungen auf die bestehenden Geschäftsmodelle von Unternehmen und auf ihre Stakeholder – von den Mitarbeitenden bis hin zur breiten Öffentlichkeit – sind in den Vordergrund gerückt.

    Die Umfrage ergab, dass Expertise zum Thema Klimawandel immer wichtiger wird. Viele Unternehmen haben bereits Klima-Expertinnen und -Experten in ihre Vorstände berufen und versuchen gleichzeitig, ihre Mitarbeitenden umzuschulen und weiterzubilden, um den Herausforderungen einer CO2-neutralen Wirtschaft zu begegnen.

    Für einen erfolgreichen Übergang sind Kooperationen mit sämtlichen Stakeholdern sowie Regierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen von entscheidender Bedeutung, um die erforderlichen Qualifikationen sicherzustellen.

    Für die im Rahmen der UN-Klimakonferenz (COP26) veröffentlichte Studie „Climate Change & the People Factor“ wurden 1.095 Führungskräfte aus weltweit führenden Unternehmen befragt. Sie knüpft an die im vergangenen Jahr ebenfalls von Eversheds Sutherland und KPMG herausgegebene Studie „Climate Change & Corporate Value“ an, in der die Auswirkungen des Klimawandels auf den Unternehmenswert untersucht wurden.

    Wesentliche Ergebnisse der Studie deuten auf wachsende Zuversicht und Handlungsmöglichkeiten hin:

    • Alle Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen eine Strategie hätten, um Klimarisiken für das Unternehmen zu identifizieren und ihnen zu begegnen. Allerdings verfügt bisher nur die Hälfte der befragten Unternehmen über einen festgeschriebenen Plan zur Dekarbonisierung.
    • 74 Prozent gaben an, über die Expertise, die Ressourcen und die Qualifikationen zu verfügen, um eine Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität zu entwickeln und umzusetzen. In der Vorgängerstudie im letzten Jahr gaben nur 47 Prozent an, das größte Hindernis für die Dekarbonisierung sei fehlendes Fachwissen im Unternehmen.
    • Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Unternehmen hätten noch keine Expertin oder keinen Experten für Klimaschutz in den Vorstand berufen.

    Die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Arbeitskräfte des Unternehmens sind weithin bekannt und werden erwartet:

    • Fast alle Befragten erkennen an, dass erhebliche Änderungen des Geschäftsmodells ihres Unternehmens ganz oder teilweise erforderlich sind, um den Klimarisiken wirksam zu begegnen. Im Vorjahr gaben nur 74 Prozent an, dass erhebliche Änderungen am Geschäftsmodell erforderlich seien.
    • Annähernd zwei Drittel der befragten Führungskräfte gaben an, dass sie aufgrund der Dekarbonisierung nachteilige Auswirkungen auf ihre Mitarbeitenden erwarten, darunter fast ein Drittel der Befragten, die Entlassungen im Rahmen des Übergangs zu einer klimaneutralen Organisation erwarten.
    • Fast alle Unternehmen, die mit einem Fachkräftemangel rechnen, planen, ihre Arbeitskräfte entsprechend weiterzubilden oder umzuschulen.

    Es wird erwartet, dass die Einbindung der Mitarbeitenden von entscheidender Bedeutung ist:

    • Da 46 Prozent der Befragten sagen, dass sie einen hohen Widerstand gegen die erforderlichen signifikanten Änderungen des Geschäftsmodells erwarten, wird ein effektives Change Management zu einem kritischen Faktor.
    • Um die Belegschaft für die Maßnahmen zur Umsetzung der Transformation zu gewinnen, setzen viele Unternehmen auf umweltfreundliche Maßnahmen und Leistungen für ihre Mitarbeiter, beispielsweise über Nachhaltigkeitsinitiativen am Arbeitsplatz und zu Hause.
    • Während die überwiegende Mehrheit der Befragten angab, dass ihre Unternehmen Leistungsziele und Vergütungsanreize für Führungskräfte eingeführt hätten, hat weniger als ein Drittel an Dekarbonisierungsziele gebundene individuelle oder Team-KPIs oder Vergütungsanreize für ihre breitere Belegschaft festgelegt.

    Diane Gilhooley kommentierte:

    „Im Vergleich zur Vorgängerstudie „Climate Change & Corporate Value“ haben Führungskräfte erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Klimarisiken in ihren Unternehmen gemacht. Dies geht jedoch nicht ohne die Menschen im Unternehmen, die eine entscheidende Rolle dabei spielen, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ein Unternehmen, das sowohl die Fähigkeiten als auch die Motivation der Mitarbeitenden freisetzen kann, um sich den Herausforderungen der Klimarisiken zu stellen, wird schnelle Erfolge bei der Dekarbonisierung erzielen machen.“

    Herbert J. Short fügt hinzu:

    „Der Übergang zu einer globalen, klimaneutralen Wirtschaft ist weltweit im Fokus. Dies stellt für viele Unternehmen eine einmalige Transformation mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Mitarbeitenden und die breite Öffentlichkeit dar. Unternehmen sind jedoch nicht die Alleinverantwortlichen. Die Regierungen müssen eine wesentliche Rolle dabei spielen, die Umschulungen und Weiterqualifizierungen der Arbeitskräfte sicherzustellen. Der Fokus liegt derzeit sehr auf dem Ansatz der physischen Dekarbonisierung, sodass der Faktor Mensch leicht übersehen werden könnte.“

    Diese Informationen dienen lediglich der Orientierung und stellen keinen Ersatz für eine Rechtsberatung dar. Unsere vollständigen Nutzungsbedingungen finden Sie auf unserer Webseite.

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